Thema

Wohin entwickelt sich die Psychotherapie und was macht ihre Identität aus? – 3. Ostdeutscher Psychotherapeutentag im Reformationsjahr 2017 widmete sich diesen Fragen in einem abwechslungsreichen Programm

In ganz Deutschland begeht man im Jahre 2017 den 500. Jahrestag von Luthers Thesenanschlag. Das Reformationsjubiläum wird allerorten groß gefeiert, so auch in Leipzig. Hier trat Martin Luther einst zur berühmten Disputation an, die seinen endgültigen Bruch mit der römisch-katholischen Kirche besiegelte. Und auch die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer ließ sich von diesem weltgeschichtlichen Großereignis inspirieren und setzte sich auf dem 3. Ostdeutschen Psychotherapeutentag zwar nicht mit religiösen Fragen, aber doch mit dem auseinander, was man unter „Konfessionen in der Psychotherapie“ verstehen kann. Die Referentinnen und Referenten haben sich am 17. und 18. März 2017 auf ganz unterschiedliche Weise der Frage angenähert, wie es derzeit aussieht mit der Psychotherapie als Profession. Welche Traditionen sind unverrückbar? Was macht die Identität der Psychotherapie aus? Und was die der Psychotherapeuten? Wie entwickelt sich die Psychotherapie weiter und wohin wird die Reise noch gehen? Das Leitthema „Konfessionen in der Psychotherapie: Tradition und Evolution“ bildete den Rahmen für die Annäherung an diese Fragen. In Fachvorträgen und Workshops sollten dabei zwei abwechslungsreiche Tage lang die Tiefen und Untiefen zwischen Tradition und Evolution ausgelotet werden und ein breites Themenspektrum zur Sprache kommen.

OPT richtete sich an praktisch tätige Kollegen

Bereits zum dritten Mal richtete die OPK den Ostdeutschen Psychotherapeutentag aus. Dabei wollten wir uns wie in den vergangenen Jahren auch dieses Mal an die praktisch tätigen Kolleginnen und Kollegen wenden. Wir konnten zahlreiche renommierte Vortragende aus dem OPK-Gebiet und aus ganz Deutschland gewinnen, die sich in verschiedenen Formaten ganz unterschiedlichen Themen widmen. In Vorträgen und zahlreichen Workshops hat es viel Raum gegeben auch eigene Fragen und Fälle zu diskutieren. Die Referentinnen und Referenten legten Wert darauf, neue wissenschaftliche Erkenntnisse unter dem Blickwinkel der täglichen Arbeit mit den Patienten zu beleuchten.