Psychoedukation bei Kindern mit Traumafolgestörungen nach Gewalt, Katastrophen, Flucht & Vertreibung



Die Verarbeitung traumatischer Ereignisse stellt für Kinder eine große Herausforderung dar. Grundlage der psychischen Verarbeitung ist die Einordnung dessen, was geschehen ist, und die Erkenntnis, dass die psychischen Traumafolgen normale Reaktionen auf Extrembelastungen sind. Dies zu vermitteln, ist die Basis jeglicher traumatherapeutischer Intervention. Im Rahmen des Vortrages sollen Möglichkeiten der Psychoedukation mit Kindern ab 3 Jahren vorgestellt werden. Das spezielle Vorgehen und die Besonderheiten im Umgang mit Kindern geflüchteter Familien bilden dabei den Schwerpunkt.

Neben dem praktischen Vorgehen sollen auch die aktuelle Studienlage zur Wirkung von Psychoedukation bei Kindern vermittelt und ethische und berufspolitische  Rahmenbedingungen dargelegt werden:

  • Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Traumapädagogik in Abgrenzung zur Traumapsychotherapie?
  • Was können Betroffenen und Ehrenamtliche im Rahmen des Engagements für traumatisierte Kinder leisten, was nicht?
  • Welche Anwendungsbereiche der Psychoedukation bei Kindern ergeben sich für uns als HeilbehandlerInnen aktuell und künftig?

Methoden

Informationsvermittlung, Videodemonstration, Diskussion

Ziel

Vermittlung praktischer Strategien zur Durchführung von Psychoedukation mit Kindern nach traumatischen Ereignissen, Darstellung aktueller Forschungsergebnisse, Anregung & Erkenntnisgewinn

Zielgruppe

Sowohl erfahrene Praktiker als auch Neuapprobierte, für alle die dieses Thema spannend finden

Literatur

Ahrens-Eipper, S. & Nelius, K. (2015). Der große Schreck: Psychoedukation für Kinder nach traumatischen Ereignissen. KJP-Verlag: Halle/Saale.

Hébert, M. & Tourigny, M., (2010). Effects of a psychoeducational group intervention for children victims of sexual abuse. Journal of Child and Adolescent Trauma, 3 (2), 143-160.

McDermott, B.M.C., Palmer, L.J. (2002). Wilderness Area and wildfire disasters: insights from a child and adolescent screening program. In La Greca, A.M., Silverman, W, Vernberg, E.M. Roberts, M.C. (Ed.). Helping Children Cope with disasters and terrorism, pp. 139-156. Washington: American Psychological Association.

Murray K, Davidson G, Schweitzer R. Review of refugee mental health interventions following resettlement: best practices and recommendations. Am J Orthopsychiatry. 2010;80(4):576–585.