Psychotherapeutische Unterstützung für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz


  • Datum

  • Uhrzeit

    Uhr
  • Kategorie

    Workshop
  • ReferentIn

    Prof. Dr. Gabriele Maria Wilz

    Psychologische Psychotherapeutin, Professorin für Klinisch-Psychologische Intervention an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

  • Maximale Teilnehmerzahl

    20

In diesem Workshop wird ein spezifisches, an der Erkrankung der Patienten und den Pflegeanforderungen orientiertes psychotherapeutisches Programm (TeleTAnDem) für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz vorgestellt (Wilz, et al., 2015). Neben formalen Aspekten des Interventionskonzepts wird dargestellt, wie kognitiv-behaviorale Interventionsstrategien in der therapeutischen Arbeit mit Angehörigen eingesetzt werden können.

Das modular aufgebaute 12-stündige Interventionskonzept besteht aus folgenden Therapiebausteinen: Förderung des Verstehens und Akzeptierens der Erkrankung; Vermittlung von Strategien und Hilfen für den Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten und die Förderung von Problemlösekompetenzen; Bewältigung und Akzeptanz der neuen Rolle als Pflegende/r; Unterstützung bei der Verarbeitung des Beziehungswandels und der krankheitsbedingten Verluste sowie hinsichtlich belastender Emotionen wie Trauer, Ärger, Wut, Schuld, Scham und Angst; Verbesserung der Wahrnehmung von Belastungsgrenzen und Förderung von Selbstfürsorge und der Berücksichtigung eigener Bedürfnisse; Identifikation dysfunktionaler Gedanken und Schemata; Abbau von Barrieren der Inanspruchnahme professioneller und sozialer Unterstützung; Förderung hilfreicher, positiver familiärer Beziehungen sowie gemeinsamer positiver Aktivitäten mit dem Demenzerkrankten; Wissensvermittlung hinsichtlich Demenz und Unterstützungsangeboten; Umgang mit belastenden Grenzerfahrungen in der Pflege; Vorbereitung auf den Tod des Demenzerkrankten und die Zeit nach der Pflege.

Ziel

Der Workshop bietet die Möglichkeit, die Bausteine des Gruppenkonzepts fallorientiert kennen zu lernen. Neben inhaltlichen Fragen werden im Workshop auch Aspekte des Settings (telefonisch, persönlich, email/internetbasiert), der Organisation sowie der Qualitätssicherung und Evaluation besprochen. Ergebnisse zur Effektivität des Programms auf die Gesundheit der Angehörigen, insbesondere hinsichtlich depressiver Symptome sowie Körperbeschwerden und Lebensqualität werden vorgestellt.

Zielgruppe

Der Workshop ist für PsychotherapeutInnen in Ausbildung sowie für KollegInnen mit Berufserfahrung geeignet.